Eine Geschäftsgeschichte
in vier Streichen
„Mancher gibt sich viele Müh’
mit Prozessen — spät und früh.“
frei nach Wilhelm Busch, 1865
Ich bin Mark Finnern — dreißig Jahre Enterprise-Software, davon zwei Jahrzehnte im Silicon Valley, Mitgründer der SAP Community und Erfinder des SAP-Mentors-Programms, heute wieder daheim in Schramberg. Ich spreche beide Sprachen: die Ihrer Prozesse, gelernt in dreißig Jahren zwischen Buchhaltung, Fertigung und SAP — und die der KI, die diese Prozesse heute automatisiert. Gebaut wird bei Ihnen im Haus: keine Strategiepapiere, sondern Prototypen, die noch im Termin entstehen.
Warum Wilhelm Busch? Weil seine Geschichten das tun, was gute Automatisierung auch tut: Sie bringen eine festgefahrene Ordnung in Bewegung — und am Ende hat man etwas gelernt. Und weil wir ihn nicht vergessen wollen: Sein „Max und Moritz“ Werk gibt’s im Projekt Gutenberg.
Erster Streich
Vom zähen Prozess zum laufenden System
„Was du dreimal tippst am Tag,
schafft der Workflow ohne Klag.“
Bei vielen Betrieben kommen Bestellungen aus einem Kundenportal: Benachrichtigung ins Postfach, einloggen, PDF öffnen, Auftrag in die Warenwirtschaft tippen, Auftragsnummer ins Portal zurück. Ein paar Minuten pro Bestellung, bei jeder Bestellung dieselben, bis zu zwölfmal am Tag. Mein Vater hätte gesagt: eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat.
Für einen Schilderhersteller in der Region habe ich dafür Rob Otten gebaut. Er erkennt die Bestellung im Posteingang, liest das PDF, legt den Auftrag in der Warenwirtschaft an und trägt die Auftragsnummer als Bestätigung ins Portal zurück. Das Team bekommt pro Bestellung eine Mail: erledigt — oder bitte anschauen. Mehr Zutun braucht es nicht.
Die Warenwirtschaft hatte keine brauchbare Schnittstelle. Rob bedient sie wie ein Mensch, nur ohne Mittagspause. Die KI, die das PDF liest, läuft auf dem Server des Betriebs; Bestelldaten gehen an keinen externen KI-Dienst. Als der Großkunde im Mai sein Portal auf eine neue Oberfläche umstellte, hat Rob die Umstellung mitgemacht.
„Das stumpfe Abarbeiten und Bestätigen von immer gleichen Bestellungen entfällt. Wir prüfen die Aufträge von Rob Otten nur kurz und tragen sie in die Auftragsplanung ein, das dauert wenige Sekunden. Unsere Software ist etwas starr, und es gab mehr Probleme zu bewältigen als gedacht. Letztendlich steht die Lösung, und Rob Otten läuft.“
Michael Mendel, AWT Werbetechnik, Schramberg
So arbeite ich: ein paar Tage neben den Leuten, die den Prozess machen — nicht, wie er im Handbuch steht, sondern wie er wirklich läuft. Dann wird gebaut, mit n8n, Python oder was zum Betrieb passt, Altsysteme eingeschlossen. Rob läuft bis zu einer Grenze, die der Betrieb setzt. Die letzte Entscheidung bleibt beim Menschen. Mehr zu Rob Otten →
Dieses war der erste Streich,
doch der zweite folgt sogleich.
Zweiter Streich
KI-Impact-Workshops
„Also lautet ein Beschluß,
daß der Mensch was lernen muß.“
Wilhelm Busch, Vierter Streich
Lehrer Lämpel hätte seine Freude: In meinen Workshops wird nicht über KI geredet, sondern mit ihr gearbeitet. Sie bringen ein echtes Problem aus Ihrem Betrieb mit — wir lösen es gemeinsam, und Ihr Team lernt dabei, das nächste Problem selbst zu lösen. Das ist der eigentliche Ertrag: Fähigkeit im Haus, nicht Abhängigkeit vom Berater.
Geübt habe ich das oft: In der KI-Impact-Community, die ich 2024 gegründet habe, haben über 500 Menschen aus der Region in mehr als zwanzig Veranstaltungen KI praktisch ausprobiert — die ganze Chronik heißt The Future’s Past. Motto: Nit schwätza — macha.
Festpreis statt Tagessatz-Lotterie, halber oder ganzer Tag, bei Ihnen vor Ort im Schwarzwald oder remote. Am Ende steht ein funktionierender Prototyp — kein Foliensatz.
Dieses war der zweite Streich,
doch der dritte folgt sogleich.
Dritter Streich
Funkenflug — die ganze Belegschaft mitnehmen
„Rums!! — Da geht die Pfeife los
mit Getöse, schrecklich groß.“
Wilhelm Busch, Vierter Streich
In jedem Betrieb arbeiten ein paar längst mit KI — still, am eigenen Schreibtisch. Der Rest wartet, weil niemand gesagt hat, was erlaubt ist und wen man fragen kann. Funkenflug nimmt alle mit: ein KI-Kompass, den die Belegschaft selbst schreibt, jeden Monat ein Funke mit drei, vier Anwendungen für genau Ihr Haus, und Zündmeister aus den eigenen Reihen, die ihn weitertragen. Gemeinsam mit Michael Pfaff von Mayer Kohler + Partner, die es als Erste im eigenen Haus durchlaufen haben.
So bleibt der Funke nach dem ersten Workshop nicht nur erhalten — er fliegt weiter, Monat für Monat, durch den ganzen Betrieb. Fünf Beta-Plätze für Unternehmen aus der Region →
Dieses war der dritte Streich,
doch der vierte folgt sogleich.
Vierter Streich
Vertrauliche KI
„Was geheim ist, bleibt im Haus —
und kein Bit schleicht heimlich raus.“
Steuerberater, Anwälte, Ärzte, Personalabteilungen: Es gibt Daten, die gehören in keine amerikanische Cloud. Für diese Fälle baue ich KI-Lösungen auf vertraulicher Infrastruktur — lokale Modelle oder Confidential Computing, bei dem selbst der Rechenzentrumsbetreiber Ihre Daten nicht lesen kann. DSGVO nicht als Fußnote, sondern als Architekturprinzip.
Dieses war der vierte Streich,
doch der fünfte folgt sogleich —
vielleicht bei Ihnen im Betrieb,
denn so ein Besuch wär mir lieb!
Die Moral von der Geschicht’
„Handarbeit am falschen Fleck
ist kein guter Lebenszweck.“
- Prototypen statt Papier.
„Nicht ein Werk, das keiner liest —
sondern eins, das läuft und fließt.“ - Lernen schlägt Sparen.
„Wer mit KI nur Kosten drückt,
hat das Beste nicht erblickt:
Reicher wird, wen sie belehrt —
Wissen ist, was sich vermehrt.“ - Ihre Daten, Ihr Haus.
„Und der Daten stiller Schatz
hat im eignen Haus den Platz.“ - Der Mensch entscheidet.
„Die Maschine tippt und schreibt,
doch das letzte Wort verbleibt
bei dem Menschen — so allein
soll es jetzt und immer sein.“
Epilog
Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, gehören Sie vermutlich zu den Menschen, die einen zweiten Blick riskieren, bevor sie urteilen. Gute Voraussetzung. Der einfachste nächste Schritt: ein Gespräch von dreißig Minuten. Sie erzählen mir Ihren zähesten Prozess — ich sage Ihnen ehrlich, ob und wie er sich automatisieren lässt. Wenn nicht, sage ich Ihnen das auch.
mark@finnern.com
Europa: +49 170 668 8388 · USA: +1 415 425 3296
tickt aber im Silicon-Valley-Takt.
Außerdem: KI-Impact — die KI-Community, die ich 2024 für den Schwarzwald gegründet habe. Über 500 Menschen, mehr als zwanzig Veranstaltungen, ein Ziel: dass die Zukunft nicht nur im Silicon Valley stattfindet, sondern auch im Städtle. Was wir schon geschafft haben, steht in unserer Chronik The Future’s Past.
Mitmachen kostet nichts außer Neugier.
Dort bin ich Lokalreporter: Ich schreibe über Schramberg und Umgebung — und immer wieder über die Wirtschaft der Region, zuletzt in meiner China-Serie.
Vom selben Verfasser
Wilhelm Busch war Maler und Dichter zugleich. Der Verfasser dieser Seite übt sich — mit gebührendem Abstand — ebenfalls in beidem:
- Kunscht: „Der Himmel ist für Alle da“ — die Hartschierle-Installation
- Verweilbänkle-Kalender 2026 — zwölf Bänkle zum Verweilen