Hartschierle Installation

Aktuell

Der Hartschierle-Automat kommt heim zur Burg

Deine Hartschierle Figur findet Dich!

27.–30. August 2026
Abi-Treffen des Jahrgangs 1984
Burgstüble an der Schramberger Burg
– nur einen Steinwurf von der Moosmannshöhle entfernt,
in der der Hartschierle einst lebte

Wenn alles klappt, steht der Hartschierle-Automat beim großen Abi-Treffen im Burgstüble: 2-Euro-Stück einwerfen, kurbeln – und die persönliche Hartschierle-Figur ziehen.

Damit schließt sich ein Kreis: Die Installation ist aus der Theaterwanderung „Waldschrat Hartschierle – Freigeist der Moosmannshöhle" entstanden, die genau hier – am Brunnen beim Burgstüble, am Wegkreuz und an der Moosmannshöhle – beim letzten Abi-Treffen 2024 zum ersten und einzigen Mal aufgeführt wurde.

Daniel Bachmann zieht seine Hartschierle-Figur aus dem Automaten

Mitschüler Daniel Bachmann zieht seine Hartschierle-Figur – bei der Eröffnung der Ausstellung im Stadtmuseum Schloss Schramberg

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Hartschierle Kunstwerk

Die Installation besteht aus zwei miteinander verbundenen Elementen, die eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen.

Der Automat demokratisiert Zugang zu den Figuren – jeder Besucher kann eine Hartschierle Figur mitnehmen und von ihr inspiriert werden. Das geschändete Kreuz daneben wird zum Herrgottswinkel, der die Geschichte von 1848 – religiöse Verfolgung und die Suche nach Freiheit – mit heutigen Fragen nach Zugehörigkeit verbindet.

Zusammen laden beide zur Frage ein:
Welche Figur gibt mir heute Kraft?

Der Automat

Ein umgebauter Eierautomat, gefüllt mit Hartschierle-Figuren zum Mitnehmen. Jeder Besucher erhält Zugang zu diesen historischen Kunstfiguren – demokratisch, niederschwellig, partizipativ.

Der Herrgottswinkel

Das geschändete Kreuz wird zum Symbol der Spannung zwischen religiöser Tradition und persönlicher Freiheit. Ein Spiegel der Geschichte von 1848 und zugleich Frage an die Gegenwart.

Wie alles begann: die Theaterwanderung

Die Installation ist aus dem Wander-Theaterstück „Waldschrat Hartschierle – Freigeist der Moosmannshöhle" entstanden: eine Inszenierung in drei Stationen an den Originalschauplätzen – am Brunnen beim Burgstüble, am Wegkreuz und an der Moosmannshöhle. Mit Liedern wie „Die Gedanken sind frei", bei denen das Publikum mitsang, erzählte sie Hartschierles Weg vom Verdächtigten zum Freigeist.

Aufgeführt wurde das Stück zum ersten und einzigen Mal beim 40-Jahre-Abitreffen 2024 an der Schramberger Burg. Aus den Figuren und Ideen dieser Wanderung wuchs die heutige Installation.

Das Theaterstück lesen →   |   Fotos der Theaterwanderung →

Die Hartschierle-Geschichte

Die Installation bezieht sich auf Gregor Moosmann (1801-1872), genannt "Hartschierle" – einen Schramberger Maler, der als Außenseiter am Rande der Gesellschaft lebte und beeindruckende Papierkrippenfiguren schuf.

Hartschierle war der Sohn eines Grenzaufsehers ("Hartschier") zwischen Baden und Württemberg. Als Freidenker verdächtigt, ein Wegkreuz geschändet zu haben, verließ er als "Geächteter" seinen Heimatort. Um 1850 kehrte er während der Hungerkrise zurück und lebte zwischen Schramberg und Lauterbach in der Nähe der Schramberger Burg in einer Höhle – der "Moosmannshöhle".

In dieser Zeit malte er hunderte von Krippenfiguren auf Papier. Bemerkenswert: Er klammerte die industrielle Realität seiner Zeit komplett aus. Keine Fabrikarbeiter, keine Strohflechterinnen – stattdessen präsentierte er eine idealisierte vorindustrielle Welt. Seine Kunst war ein romantisches Gegenbild zum harten Alltag der Industrialisierung.

Die heutige Installation knüpft an diese Geschichte an: Demokratischer Zugang zur Kunst, die Spannung zwischen Tradition und Moderne, und die Frage nach Zugehörigkeit in Zeiten des Umbruchs – damals wie heute.

Mehr zur Geschichte

Theaterstück "Waldschrat Hartschierle":
Das Theaterstück zur Theaterwanderung →
Eine Inszenierung in drei Stationen an den Originalschauplätzen – zum ersten und einzigen Mal aufgeführt beim 40-Jahre-Abitreffen 2024. Aus ihr ist die Installation entstanden.

Bilder von der Moosmannshöhle:
Fotos der Höhle und Theaterwanderung →

Entdecke die Orte der Geschichte:
Der Verweilbänkle-Kalender – ein weiteres kreatives Projekt – zeigt viele dieser historischen Orte rund um Schramberg und Lauterbach. Fotografien von Sitzbänken als Einladung zum Verweilen und Nachdenken.

Wissenschaftlicher Artikel:
Gisela Lixfeld: "Der Schramberger Maler 'Hartschierle' und seine Zeit" →

Künstlerische Ausbildung

Autodidakt im Geist von Bauhaus, Black Mountain College und Joseph Beuys: Kunst als demokratisches Werkzeug für alle. Durch Begegnungen mit Silicon Valley-Pionieren Doug Engelbart, Stewart Brand und dem Künstler Gary Hirsch entstand die Überzeugung: Jeder Mensch kann mit den richtigen Werkzeugen – heute auch KI – kreativ sein. Die Hartschierle-Figuren sind als partizipative Kreativitäts-Tools konzipiert: Nimm eine Figur, lass dich berühren, erzähl deine Geschichte.

Weitere Projekte

Verweilbänkle-Kalender

Fotografien von Sitzbänken rund um Schramberg und Lauterbach – als Einladung zum Verweilen und Nachdenken. Jede Bank erzählt ihre eigene Geschichte und verbindet Mensch, Natur und Heimat.

Zum Verweilbänkle-Kalender →

Künstler

Name Mark Finnern
Jahrgang 1964
Wohnort Schramberg, Majolika Firmenpark

Hartschierle Installation

Format

Automat B 40 × T 40 × H 80 cm
Herrgottswinkel B 60 × H 80 cm
Entstehungsjahr 2025

Technik

Eierautomat mit Hartschierle-Figuren
Geschändetes Kreuz als Herrgottswinkel

https://finnern.com/kunscht

Hartschierle Installation - Herrgottswinkel und Automat

Presse

NRWZ: Wired vs. Tired

Warum Schramberg beides braucht – den Plastik-Hype und die Karten-Philosophen. Ein Vergleich zwischen der Playmobil „Schwarzwald-Marie" und dem Hartschierle-Automaten.

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NRWZ: „Schwäbische Frechheit"?

Danke für das Kompliment! Eine Antwort auf die Kritik an der Hartschierle-Installation und ein Plädoyer für Dialog über Kunst.

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Schwarzwälder Bote: Bestbesuchte Ausstellung

Die Mitglieder-Ausstellung von Podium Kunst war eine der bestbesuchten Veranstaltungen in der Vereinsgeschichte.

Artikel lesen →

Vergangene Ausstellungen

Einen Augenblick Kunst im Kino

Freitag, 27. März 2026, 19:00 Uhr

Subiaco Kino in der Majolika
Schiltachstraße 32, 78713 Schramberg

Ein Abend mit der Hartschierle-Installation: Sekt zur Vernissage, gemeinsames Singen von „Somewhere over the Rainbow" (Ukulele-Begleitung), Figuren ziehen am Automaten – und danach „Der Kleine Prinz" (2015) auf der großen Leinwand.

Eine Initiative von Podium Kunst in Zusammenarbeit mit dem Subiaco Kino Schramberg

Mitglieder-Ausstellung Podium Kunst

7. November 2025 – 4. Januar 2026

Stadtmuseum Schloss Schramberg
Bahnhofstraße 1, 78713 Schramberg

Die Hartschierle-Installation war Teil der Mitglieder-Ausstellung von Podium Kunst im Schlossmuseum – mit 40 Künstlerinnen und Künstlern eine der bestbesuchten Veranstaltungen in der Vereinsgeschichte.

Auf der Ausstellungsseite finden sich Bilder von freudigen Gesichtern derjenigen, die ihre Hartschierle-Figur aus dem Automaten gezogen haben.

Zur Ausstellungsseite bei Podium Kunst →